Mesenich a.d. Sauer

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Für diesen Artikel erfolgen noch weitere Recherchen. Für Hinweise bin ich immer dankbar.

Zu Kriegsbeginn des 2. Weltkriegs wurde der Ort Mesenich sowie die umliegenden Ortschaften vollständig evakuiert. Am 12. September 1944 wurde Mesenich von feindlicher Artillerie beschoßen.
Erst im März 1945 wagten sich die ersten Bürger wieder nach Mesenich und blieben. Jedoch waren die Bedingungen sehr schwierig: Fast jedes Haus hatte Schäden durch Granaten erlitten, die Felder waren vermint. Das Räumen der Minen überließ man den Jungen und so kam es das am 12. Dezember 1945 zwei Jungen bei dem Minenentschärfen starben.

Als die ersten Bürgerinnen und Bürger wieder nach Mesenich kamen, muss sich ihnen wohl ein grausames Bild geboten haben: Überall Kriegsgerät, die Straßen und Häuser zerstört, kaum noch Vieh und kein Strom. Die Bahnlinie war auch unbenutzbar. Die Bunkeranlagen wurden wohl dann gerade von den Alliierten gerade "geschleift". Die Wasserversorgung fand damals wohl noch über die Brunen im Ort statt. Aus dieser Zeit gibt es nur wenige Überlieferungen, so dass es umso schwieriger ist, zu rekonstruieren was zu diesem Zeitpunkt wirklich los war.

Laut unserer Historikerin M. Scheuer sah man von starken Sprengladungen bei einer Bunkeranlage ab, weil dies zur Folge gehabt hätte, das eine Kapelle zerstört würde, die die Mesenicher Bevölkerung errichtet hatte.

Auf den Bergen zu Mesenich waren zu diesem Zeitpunkt die Bunkeranlagen bereits fertig gestellt. Es gab aber auch eine am Eingangsportal des Eisenbahntunnels zu Mesenich.

Die Westwall-Anlagen die in Mesenich existierten, bestanden aus mehreren Maschinengewehr-Schartenständen, einem Artillerie-Beobachterstand und mehren Schartentürmen die allesamt von den Allierten Streitkräften in Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg fast vollständig gesprengt (geschleift) wurden. Diese Bunkeranlagen sind so zerstört das sie entweder kaum wiederzuerkennen sind oder nicht zugänglich sind.

Die hier aufgeführten Anlagen unterliegen dem Förderprogramm des BUND "Grüner Wall im Westen" . Und unterliegen den Auflagen von Flächendenkmälern des Landes Rheinland-Pfalz, da sie ein Kulturelles Erbe darstellen.

Leicht auffindbare Anlagen:

  • Die Grillhütte von Mesenich steht auf einem Bunker. Die Anlage wurde mit mitteln vom BUND unzugänglich gemacht, da hier Fledermäuse ein neues Zuhause fanden.
  • Südportal Eisenbahntunnel ca. 10 Meter davor. Die Anlage ist größtenteils zerstört, lediglich die Grundmauern stehen noch. Sie ist von der Natur zurückerobert.
  • An der Kapelle Mesenich: Sie steht ebenfalls in der nähe von gleich 4 Bunkeranlagen. Alle sind größtenteils zerstört, einige nur in der Deckenstruktur, sie sind aber so verschüttet, das sie unzugänglich sind
  • Am Forstweg #1: Auf dem ersten unbebauten Feld rechts oberhalb vom Forstweg, aus dem Ort kommend, hat dem ersten anschein nach einen Hügel, hierunter befinden sich überreste einer Bunkeranlage
  • Am Forstweg/Autobahn #1: Folgt man dem Fostweg weiter, trifft man auf eine Wegekreuzung, die eine führt zur Autobahnbrücke, die andere nach Grewenich. Folgt man dem Weg zur Autobahnbrücke, findet man nach ca. 20 Metern eine Baumgruppe in der überreste einer Bunkeranlage zu finden sind, sie ist aber komplett verschüttet und der Zustand der Anlage ist unbekannt
  • Straße "Zur Held": Folgt man der Straße "Zur Held" findet man im oberen Bereich der Straße, vor einer Kreuzung auf der rechten Seite eine Senkung, hier in der Hanglage befindet sich ebenfalls eine Bunkeranlage, die aber fast komplett zerstört ist.
  • Straße "Zur Held" / "Neuer Weg", Bunker #1 am Weinberg: Folgt man der Straße "Zur Held" in Richtung Wald von Mesenich, auf dem "Heldberg", so findet man kurz vor dem verlassen der Straße in Richtung Wald (Kurvenbereich der geteerten Straße) gleich 2 teile einer Bunkeranlage die aber größten Teils zerstört ist. Ein teil rechts von der Straße, der andere Teil links davon.
  • Folgt man dort dem Landwirtschaftsweg (der auch teil des alten Römerweges ist), so findet man ca. 100 Meter weiter einen Schutthaufen, dies war ebenfalls einmal ein Bunker
  • Folgt man der Straße "Zum Sportplatz" (heute Privatweg der Firma NSM Natursteinwerk), so findet man auf halber höhe der Straße links überreste einer alten Bunkeranlage (sofern der Bereich noch nicht abgetragen wurde)

Schwieriger auffindbare Bunkeranlagen

  • Folgt man einem Landwirtschaftsweg von der Kapelle Richtung Autobahn, kommt man zwangsläufig an mehren Bunker und Verteidigungsanlagen vorbei. Die meisten befinden sich links davon, 2 befinden sich rechts davon. Die von der Kapelle aus gesehen, auf der linken Seite befindlichen Bunkeranlage, die von der Kapelle aus die letzte ist, weist in Richtung Mesenich gesehen, eine große Ansammlungen von Steinen auf. Diese wurden erst naträglich hier hin geschüttet. Früher wurde auf dieser Anlage das Martinsfeuer entzündet. Die Anlage ist zwar nur leicht zerstört, aber vollkommen verschüttet. Vor der Anlage befand sich ein größerer Platz. Ein befestigter Weg führte einst direkt zu dieser Anlage.
  • Fast unmöglich zu beschreiben: In der Hanglage unterhalb der Autobahn, vor Grewenich, befindet sich im dem Wildbewuchs eine Bunkeranlage dessen Frontseite zerstört ist, so dass man in einen Teil der Bunkeranlage blicken kann.
  • L43 Richtung Grewenich: Auf der rechten Seite befindet sich an einem Weinberg ebenfalls eine Bunkeranlage, die aber komplett zerstört ist.

 

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